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Solfeggio Frequenzen – heilende Klänge ?

Wer heutzutage Musik hört und nicht gerade Musikhistoriker ist, stellt sich wohl eher selten die Frage, warum die Töne und die Noten, auf denen sie basieren, eigentlich in dieser Weise klingen und geklungen haben – und ob die Frequenzen der Musik so wie wir sie heute kennen, sich frei entwickelt haben. Oder ob nicht die Tonleiter, also die definierte auf- oder absteigende Folge von Tönen auch ganz anders klingen könnte?

Weltweit haben sich im Laufe der Jahrhunderte viele verschiedene Tonleitern entwickelt. Im Allgemeinen hat eine Tonleiter den Umfang einer Oktave und wiederholt sich dann wieder mit doppelter Frequenz. Dabei gibt es aber Tonleitern, die aus zwölf Tönen oder auch nur fünf Tönen bestehen können. Zudem können aber auch die Frequenzen der Töne unterschiedlich sein.

Ein System mit sechs Tönen, das im frühen Mittelalter für Kirchengesänge, z.B. die gregorianischen Gesänge, verwendet wurde, basiert auf Frequenzen, die sich als äußerst interessant herausstellten. Denn man fand heraus, dass diese sogenannten Solfeggio-Frequenzen eine heilsame Wirkung auf Menschen haben. Das italienische Wort Solfeggio ist aus den Namen der Noten SOL und FA abgeleitet und beschreibt zudem eine Gesangsübung, die von Guido von Arezzo, einem italienischen Mönch im 11. Jahrhundert entwickelt wurde.

Warum diese ursprünglichen Frequenzen ‘verloren’ gingen (und durch andere ersetzt wurden), ist noch nicht hinreichend untersucht worden. Fest steht, dass die katholische Kirche das Wissen um die heilsamen Frequenzen nicht unterm Volk verbreitete, sondern im Gegenteil über Jahrhunderte unter Verschluss hielt. Die Frage nach dem Motiv hierfür mag sich aber anhand der Wirkungen, die man den sechs Wundertönen nachsagt, erklären. Möglicherweise war die Befreiung der Masse von Schuld und Angst seitens der Macht- und Würdenträger nicht sehr erwünscht…

UT queant laxis 396 Hz – Befreiung von Schuld und Angst
REsonare fibris 417 Hz – Resonanz, Veränderungen
MIra gestorum 528 Hz – Wunder / Gesten (Zeichen)
FAmuli tuorum 639 Hz – Harmonische Beziehungen
SOLlve polluti 741 Hz – Erwachen (wörtl.: Lösung von Verunreinigung
LAbii reatum 852 Hz – Klang / Reaktion

Das MI mit der Frequenz 528 Hz, benannt nach dem Ausdruck Mira (Miracle = Wunder), ist hierbei besonders interessant und überhaupt der Grund dafür, dass jetzt die Solfeggio Frequenzfolge in ihrer Ursprungsform aus der Vergessenheit hervorgeholt wurde (Dr. Joseph Puleo und Dr. Leonard Horowitz erläuterten sie in ihrem Buch “Healing Codes for the Biological Apocalypse”). In einer Zeit, oft fälschlich als ‘düsteres Mittelalter’ tituliert, ist offenbar sehr präzises Heilwissen praktisch angewandt worden: 528 Hz ist ‘zufällig’ diejenige Frequenz, mit welcher Wissenschaftler defekte DNA-Stränge reparieren. Die Bezeichnung “Wunder” scheint da durchaus passend zu sein…

Die Noten der heutigen Musik weisen hingegen andere Frequenzen auf. Die Note C beispielsweise hat 512 Hz 523 Hz, dies gilt als ‘korrekte’ Frequenz in musikwissenschaftlicher Hinsicht, weicht aber zu sehr ab, als dass man mit einem einfachen Anschlag der Note C am Klavier DNA reparieren könnte. So gehen auch die Meinungen über die Solfeggio-Klänge auseinander. Manche hören in dem 528 Hz Ton ein “schlecht gestimmtes C” (da das Ohr nun einmal andere Frequenzen gewohnt ist), andere fühlen sich von dem Klang spontan sehr angesprochen und rühmen seine wohltuende Wirkung. Hier geht es ohnehin weniger um musikalische Akuratesse, als eher ums Experimentieren. Wer die Solfeggio-Frequenzen kennenlernen möchte, findet auf Youtube Klangbeispiele. Die Töne lassen sich am PC mit einer entsprechenden Audiosoftware auch einfach selbst erzeugen.

10 Kommentare   +add comment   / » schreiben

  1. Joachim Mohr
    18. September 2009 @ 3:35 pm

    Du schreibst: “Die Note C beispielsweise hat 512 Hz”.
    Das stimmt nicht! Wenn der Kammerton a die Frequenz 440 Hz hat und c eine kleine Terz darüber
    (Frequenzverhälnis 6/5), dann hat c die
    Frequent 528 Hz. Genau _MI_ra gestorum.
    In der gleichstufigen Stimmung 440*12.Wurzel(3/12)
    523,3 Hz.

  2. Ortrud Büthe
    18. September 2009 @ 9:06 pm

    danke für den Hinweis! werde es im Artikel auf 523 ändern. Zudem interessant:
    “Nicht immer schon und überall gab es einen einheitlichen Kammerton. In Deutschland lag er im 17. und 18. Jahrhundert häufig bei etwa 415 Schwingungen pro Sekunde, im Italien des 17. Jahrhunderts bei 466 Schwingungen pro Sekunde und im barocken Frankreich bei 392 Schwingungen pro Sekunde.”
    http://de.wikipedia.org/wiki/Kammerton
    http://de.wikipedia.org/wiki/Tonleiter
    http://de.wikipedia.org/wiki/Oktaven

  3. bascht
    13. Dezember 2009 @ 12:01 am

    hallo bin gerade zum ersten mal auf solfeggio frequenzen gestoßen und möchte mich für den interssanten beitrag bedanken.
    ich wollte fragen, ob es für die “Wissenschaftler die defekte DNA-Stränge reparieren” eine quelle gibt? in einigen solfeggio beiträgen wird die Frequenz 528 Hz damit in Verbindung gebracht, aber ich kann mir darunter nichts vorstellen. vielen dank.

  4. Ortrud Büthe
    14. Dezember 2009 @ 1:36 pm

    @bascht
    Freut mich, wenn ich für neue Themen Interesse wecke.
    Zwei Wissenschaftler, welche sich damit beschäftigen und auch diese Aussage in ihrem Buch über heilende Frequenzen vertreten, hatte ich im Text genannt. Deutsche Quellen scheint es bislang nicht zu geben.

  5. Mr.Right
    5. Mai 2010 @ 9:43 pm

    Ich erlaube mir folgenden Text hier zu posten:

    Traktat zur Initiative a ́432 Hertz Der längst überfällige Beginn für ein neues Musikleben
    Was mich nach fast 40 Berufsjahren als Konzertstimmer immer stärker beschäftigt, ist unser Hörvermögen, damit erlebtes Hören und deren Einflüsse auf Körper, Geist und Seele.
    Das langsam aber stetig schlechter werdende Hörvermögen der Menschen – bedingt durch erhöhte Lärmbelastung und weitere unsere Sinne belastende Faktoren hat auch, besonders bei Musikern, seine Ursache in zu hohen Stimmungen und deren Nebeneffekten.
    In der abendländischen Musikkultur sind Klagen über zu hohe Stimmungen gewiss nicht neu, schwankte doch die Tonhöhe schon vor der Romantik im Unfang einer Sext.
    Mittelalterliche Orgeln, von dem Physiker Alexander Ellis um 1875 vermessen, wiesen Tonhöhenunterschiede von a ́ 505,8 Hz (Halberstadt um 1361) und a ́ 374,3 Hz (Lille um 1700) auf. Hier handelte es sich aber wie bei heutigen Blasinstrumenten weitgehend um technische und Intonationsprobleme, die bei höherer Stimmung kontrollierbarer sind. Doch selbst Opern- und Orchesterstimmungen schwankten enorm. 1790 spielte die Berliner Philharmonie um Tonhöhe a’ 422 Hz. 1820 galt in Paris das Diapason-Normal mit 423 Hz als Ideal, um bis 1859 auf a’ 435,4 Hz zu steigen. Im gleichen Jahr spielten die Wiener Philharmoniker Ihr a’ um 451,7 Hz. Übrigens: die Stimmgabel W.A. Mozarts hatte eine Tonhöhe von 421,6 Hz und G.F. Händel’s auch “nur” 422,5 Hz.
    Auf Initiative von Giuseppe Verdi wurde 1884 ein Dekret erlassen, nach dem italienische Militärkapellen mit Stimmton kleines c 128 Hz (entspricht c ́ 256 Hz bzw. a ́ 432 Hz) zu spielen haben. Seitdem gab es immer wieder den Versuch, die Tonhöhen human zu halten. Bis heute jedoch stieg die in großen Orchestern gespielte Tonhöhe a ́ auf 442 – 446 Hz. Parallel dazu erhöhte sich der durchschnittliche Lautstärkepegel seit 1950 um nahezu 20% auf 86 Dezibel. Diese Steigerung betrifft alle Instrumente, besonders aber – bis zu 30 db gegenüber 1950 – alle Saiteninstrumente dank besserer Legierungen unter Erhöhung der Zerreißgrenzen mit gleichzeitiger Verbesserung der statisch-akustischen Einheit. Damit entfernen wir uns auch bei der Lautstärke immer weiter von den in Noten gesetzten Klangvorstellungen der Komponisten vergangener Jahrhunderte.
    Bei tieferer temperierter Stimmung ergibt sich für unsere Wahrnehmung ein angenehmer Nebeneffekt: Wir erhalten bei der Spreizung der Oktaven mehr Freiraum von “warm” bis “brillant”. Mehr oder weniger Spreizung lässt Raum für stärker oder schwächer hervortretende Obertonspektren. Die Intervall-Gesetzmäßigkeiten lassen dabei alle Differenztöne klar und offen mitklingen, so wie es ab a ́ 440 Hz aufwärts nur noch barocke Stimmungsarten vermögen.
    Bis zur Normierung des a ́ 435 bzw. 440 Hz., vor allem aber bis ins 18. Jahrhundert hinein wurde gesungen und musiziert nach Gusto, nach instrumentalen Gegebenheiten, nach Sinn und Zweck in jedweden Tonhöhen. So sollte auch heute nach Sinnenzweck vielfältig musiziert werden (im Orchesterbetrieb gegebenenfalls +/- 8 Hertz um die Idealtonhöhe herum).
    Übrigens: Noch im 19. Jahrhundert wurde Musikern ein überaus intensives Liebesleben nachgesagt (im kirchlich-klösterlichen Bereich durch mantrische Gesänge gesteigert ein gar nicht gern gesehener Nebeneffekt). Mit erhöhter Tonhöhe bei gleichzeitig gesteigerter Klangaggressivität ist dieses Stimulanz oft nur noch zu erahnen…
    Interessierten Musikern, Medizinern und Physikern sind die Lehrsätze des Pythagoras und Boethius (Monochord-Versuchsreihen etc.) ebenso geläufig, wie die Erkenntnisse Keplers, Herders, Kaysers, Plancks und anderer… Meines Wissens haben Komponisten wie Bach und Salieri, Hindemith und Webern aber auch Da Vinci und Goethe die Gesetzmäßigkeiten der Musik, die Ihre Entsprechungen in der Physik, Akustik, Arithmetik bis hin zur Kybernetik finden, gekannt und angewandt. Unsere Vorfahren wussten um die Konjunktion der Klänge der Welt auch bei den Kontakten der Menschen untereinander. Wenn Dichter und Denker manchmal metaphorisch von Sphärenmusik schrieben, so hörten oder ahnten sie zumindest die Klänge und Geräusche um uns, die aus dem All kommend heute mit feinsten Radiosensoren bestätigt werden. (Viele von uns erfahren Musik im Tonalen und Atonalen, im bewussten Hören und Musizieren mit Tempi- und Lautstärkewechseln, Pausen und variablen Rhythmen und Tonhöhen über psychologische Phänomene hinaus mit dem so genannten “6. Sinn” oder dem “3. Ohr”…; denn Klänge sind nicht nur periodische Schwingungen der Luft (Sinustöne) sondern kohärent korrespondierende, sich selbst organisierende geometrische, nicht lineare Konfigurationen eines andauernden elektromagnetischen Prozesses. Unser Ohr hört sie aktiv und erzeugt dabei selbst korrespondierende Schwingungen, wohin gegen Sinustöne (wie z.B. bei elektronischen Musikinstrumenten) passiv aufgenommen werden…).
    Um 1990 wurde in Testreihen festgestellt, dass bis zu 90 % der Probanden ähnlich empfanden:
    • ” Musik auf Tonhöhe a ́ 432 Hz mache frei und verleihe harmonisches Wohlbefinden; • ” Musik auf Tonhöhe a ́ 440 Hz wird als brillant, aber als gespannt-nervösmachend
    empfunden; • ” Musik auf Tonhöhe a ́ 443 Hz und darüber wirkt aggressiv und belaste das vegetative
    Nervensystem bis hin zu physischen Qualen.
    Im Laufe der letzten Jahre fand ich nach verschiedentlich durchgeführten Klanganalysen heraus, dass in sich geschlossene Spannungsbögen im gesamten Klangbild (also Teiltonspektrum und seine Überlagerungen, Hüllkurven und Interferenz-/Inharmonizitätswerte etc.) am intensivsten waren bei ca.:
    • - a’ 418 Hz • - a’ 425 Hz • - a’ 432 Hz • - a’ 437 Hz • - a’ 442 Hz.
    (Je nach Brillanz und Instrumentengattung ergibt sich eine Frequenztoleranz von +/- 1 Hz). Dazu bilden Jahres- und Tageszeit, körperliche Verfassung und Stimmungslagen, Planetare Konstellationen und Klimafaktoren Variable, die zwar erfahrungsmäßig bestätigt werden, aber wissenschaftlich kaum erforscht sind.
    Liebe Leserinnen und Leser, beobachten Sie sich einmal bewusst nach einem Konzertbesuch: Wie oft erzeugt ein Konzert in Ihnen Verspannung und Gereiztheit statt Freude, Entspannung und Gelassenheit?
    Musik wird auch bei reiner Berieselung körperlich mit allen Sinnen wahrgenommen und wirkt wie kaum ein anderes Medium auf die Psyche. Mit falschen Tonhöhen treten wir unsere ethisch- ästhetische Verantwortung mit Füssen. Alle großen Komponisten vergangener Zeit nutzten die Gesetzmäßigkeiten der menschlichen Stimme (wie gut lässt sich z.B. mit tiefer Stimmung der Registerwechsel hoher Singstimmen auf dem fis durchführen….).
    Auch wir Klavierbauer wissen, dass manche Ausführungen von Helmholtz und Hanslick nach heutigen Erkenntnissen nicht haltbar sind, wohingegen Johannes Kepler und Heinrich Hertz mit ihren Ansätzen zur Verbindung der Gesetze des Universums mit musikalischen Gesetzmäßigkeiten neue Bestätigung finden. Unser Ziel sollte Harmonie in der Musik durch “Authentic-Tuning” um a ́
    432 Hz sein.
    Die Idealtonhöhe a ́ 432 Hz erforschte ich rein empirisch. Durch Widerstände verunsichert, begann ich nachzulesen und stellte fest, dass meine Erkenntnisse seit nahezu 2000 Jahren erforscht sind. Unser Gehör ist seit Menschengedenken disponiert auf die Schwingungsverhältnisse aller Klänge der Planetenbahnen und Asteroiden unseres Sonnensystems und deren Eigenfrequenz. (Das Cortische Organ im Innenohr, welches auch unseren Gleichgewichtssinn regelt, schwingt auf C 128 Hz).
    • Beispiel Eigenfrequenz Erde: entspricht ca. g ́ 388 Hz = a ́ ca. 435 Hz
    • Beispiel Eigenfrequenz Sonne: entspricht ca. cis ́ 272 Hz = a ́ ca. 430 Hz
    • Beispiel Eigenfrequenz Mond: entspricht ca. gis ́ 421 Hz = a ́ ca. 446 Hz
    • Beispiel Eigenfrequenz Mars: entspricht ca. d ́ 289 Hz = a ́ ca. 432 Hz
    Die äußeren Planeten wie Jupiter, Uranus, Neptun, Saturn und Venus schwingen sehr viel tiefer bzw. extrem höher. Der Asteroidengürtel strahlt mit Schwingungsüberlagerungen und aus dem Weltraum senden Galaxien eine wahre Kakophonie an Tönen. In der mathematischen Quersumme bleibt ein kleiner Ermessensspielraum je nach Wichtung der Verschiebung der Umlaufbahnen von etwa +/- 3 Hz. So ist es z.B. völlig natürlich, dass Laiensänger trotz Tonhöhenerfahrung a ́ 440 Hz ohne Vorgabe der Tonhöhe mit Toleranz +/- 5 Hz auf a ́ 432 Hz einpendeln. Wir alle tendieren zur Mitte (auch zur körperlichen), weg von Kopf und Brust, am besten aus dem Bauch heraus. Da fühlen wir uns sicher, bodenständig, zentriert.
    Über die Klangbausteine unserer abendländischen Musik mit Dur und Moll, Diatonik und Pentatonik, Inharmonizität und Interferenz etc. hinaus erschließt nur vergleichendes Empfinden, nicht Kausaldenken die harmonikalen Zusammenhänge. Die Welt der Schwingungen, erfasst mit allen Sinnen, macht uns zu wirklich Hörenden. Bei unserem Streben nach Vollkommenheit sollten damit bereits alle Vorbehalte der auf Tonhöhe a ́440 Hz und höher Beharrenden widerlegt sein…
    Als Stimmer und Instrumentenmacher bin ich mir der akustischen Probleme wohl bewusst, klingt doch z.B. eine Saite nur optimal bei Zugkraftauslastung von mind. 65% (in der 4 ́ ́ Oktave mindestens 78%), damit die Dominanz der longitudinalen Wellen über die transversalen gewahrt bleibt.
    Zum Phänomen der Lautstärkesteigerungen: meines Wissens wurde 1912 und nochmals 1956 die Null-Dezibel-Schwelle bei Hörmessgeräten (Kaiserliche Armee und Bundeswehr) um jeweils 20db gesenkt. Das bedeutet doch, dass unsere Vorfahren neben dem sinnbewussteren Leben viel besser und damit auch transzendenter hören konnten. Mit wie viel weniger Empfindungstiefe und -breite müssen wir Heutigen auskommen, wie kompensieren wir es?
    Ein Clavichordkonzert vor nur 30 Hörern ist heute kaum durchführbar, weil ab der dritten Reihe nur einige Wenige etwas hören. Bezeichnenderweise würde aber das gleiche Konzert mit Tonabnehmern verstärkt Zugabeovationen hervorrufen. Der Effekt dominiert über die Harmonie… Um mit J. E. Behrend zu sprechen: wie nutzen wir die 7-fache Aufnahmefähigkeit der Ohren über das Sehvermögen? Bereichern nicht die hörerlebten inneren Bilder ungemein mehr, sensibilisieren unsere Erlebniswelt durch tief Erfahrenes?
    Wie zerstörerisch unsere heutige Musikkultur wirkt, wird u.a. an der zunehmenden Zahl gehörgeschädigter und /oder tinnitusleidender Musiker deutlich. Wie viele Karrieren sind zu Ende, noch ehe sie richtig begonnen haben?! Nahezu 25 % aller Pianisten – Klavierstimmer inbegriffen – leiden unter störenden Ohrgeräuschen; ebenso ca. 18 % der Blechbläser, gefolgt von Geigern und Percussionisten. Die behandlungsbedürftigen Hörschäden liegen in Deutschland bei ca. fünfzehn Millionen, mit steigender Tendenz (besonders immer mehr junge dynamische Menschen erleiden
    als “erste Warnung” einen “Hörzentrumsinfarkt” oft mit Tinnitusfolgen…)! Wie hoch die Dunkelziffer ist, lässt sich nur vermuten…. Bei allen Betroffenen bedeutet die Schädigung mindestens eine Einbusse an Lebensqualität und natürlich an Qualität des Musikerlebens, häufig einhergehend mit Vereinsamung und Suizidgefährdung. Mit dem langsamen aber stetigen Absenken der mittleren Tonhöhe auf a ́ 432 Hz dämmen wir vielleicht diese unselige Entwicklung ein. Ungeahnte Heilerfolge dürften sich alsbald in der Musiktherapie einstellen – mit dem simplen Mittel der Tonhöhen-Absenkung…
    Außerhalb der Musik ist eine Abnahme der übermäßigen Sinnesreize nicht zu erwarten. Solange der Mensch – in allen Bereichen – noch Möglichkeiten der Steigerung sieht, wird er diesen Weg auch beschreiten. Wir sind damit auf weitere akustische Umweltverschmutzung programmiert, wie z.B. sensiblen Menschen mit überlauten elektronischen Retortenklängen sehr viel abverlangt wird… Sollte nicht gerade mit und durch Musik den krankmachenden Umweltfaktoren entgegengewirkt werden, indem Musik nicht noch mehr aufpeitscht und “Di -Stress” erzeugt, sondern wieder positiv anregt und bewegt, beruhigt und ja – auch erregt?
    Wir versündigen uns an den uns folgenden Generationen, wenn wir in Früherziehung, Musiktherapie und Musikausübung weiterhin auf a ́ 440 Hz und höher beharren. Mit der ersten praktischen Umsetzung des human-musikalischen Nutzens tieferer Stimmungen wird sich für die ideale Tonhöhe eine Eigendynamik entwickeln, die weltweit Furore macht! Es ist unter diesen Aspekten besonders verwunderlich, dass Musikinstrumenten-Hersteller und Tonträger-Industrie die wirtschaftlichen Potenziale der Neuorientierung nicht längst erkannt haben.
    Die Musikwelt wird erkennen, dass:
    • ” Instrument, Musiker und Hörer bedeutend weniger starken Belastungen ausgesetzt sind; • ” die bei Saiteninstrumenten geringere Zugbelastung und -auslastung die Instrumente
    weniger schnell altern lässt, und den Korpus dank größerer Nähe zur Eigenfrequenz der
    verwendeten Klanghölzer intensiver schwingen lässt; • ” die geringeren Zug-, Biege- und Druckbelastungen bei Saiteninstrumenten leichtere
    Bauweise mit besserer Elastizität und Verwindungssteifigkeit bei gleichzeitiger Reduktion
    des Gewichts ermöglichen; • ” Bläser mit ihren Instrumenten wieder “singen” können; • ” Rohrblattbläser weniger unter Muskelverspannungen und Bandscheibenschäden leiden; • ” Hörschäden und psychosomatische Leiden bei Musikern zurückgehen; • ” Transzendente Urklänge wieder wahrnehmbar werden, nicht nur fragmentarische
    Teiltonüberlagerungen; • ” Interferenz- und Inharmonizitätswerte im Klangspektrum wieder belebend wirken; • ” der noch vor 100 Jahren gewünschte leichte Nachhall wieder möglich ist, ohne als störend
    empfunden zu werden; • ” Musik nach Urtext – und/oder gespielt nach historischer Aufführungspraxis – annähernd so
    klingen wird, wie die Komponisten sie selbst hörten; • ” die Musikszene weltweit emotional eine durchgreifende Metamorphose erleben wird.
    Die Pro-Argumente können vielfältig fortgesetzt werden und sind doch immer nur erneute Bestätigung des Nutzens für den Menschen: Musikausübung und Gesang wird wieder Teil des täglichen Lebens, fördert das Zusammenleben, stärkt das Immunsystem und Hörer und Ausübende fühlen sich wohl und erfahren eine neue Dimension an Lebensqualität.
    Während Sänger und Saiteninstrumentalisten problemlos tiefer musizieren können, wird die Umsetzung bei Bläserbeteiligung noch einige Zeit dauern. Wenn aber die Blasinstrumentenmacher die ersten Prototypen in tiefer Stimmung entwickelt haben, und die Bläser mit diesen Instrumenten selbst schwierigste Passagen intenieren können, werden die Verfechter des a ́ 432 Hertz endlich nicht mehr als anthroposophische Eiferer belächelt.
    Meine bzw. die aus der Literatur recherchierten Ausführungen sind für mich lediglich die Bestätigung meiner Hörerfahrung und damit des unmittelbaren, harmonisch vollkommensten
    Erlebnisses Musik. Rationale Deutungen sind zwar legitim, aber es ist im humanen Sinn und mit meinen Intentionen unvereinbar, die mathematische Beweiskraft über Musikerlebtes zu stellen. Es wäre geradezu kontraproduktiv. Keines Menschen Ohr ist so perfekt analytisch, dass es die eine oder andere Tonhöhe unmittelbar als gut oder schädlich empfindet, wenn Musik an sich “ankommt”. -”Der Ton macht die Musik “-. Entscheidend für meine Initiative auch hier die Permanenz… Sinn machen für mich keine Spitzfindigkeiten, sondern die grundsätzliche Bejahung des dem Menschen wohltuenden Musikerlebens.
    Spielen wir auf der Klaviatur der Emotionen. Entdecken Sie mit Ihrer Stimme, Ihrem Instrument neu die Schwingungen der Körper, der Luft, der Seele. Machen wir die Musik wieder “stimmig”, lassen wir sie “temperiert” für Ohren und Gemüt in allen Lagen, Tonarten und Intervallen “singen”. Mit der passenden Tonhöhe finden wir auch die “richtige Tonlage”.
    Schaffen wir uns wieder größeren Gestaltungsspielraum, denn auch alle anderen Ausgangstonhöhen von unter a ́ 392 Hz bis über a ́ 465 Hz haben in guter Vielfalt Ihren Platz in der Musik…!
    Ich habe neben vielen älteren Instrumenten etliche neue Klaviere (u.a. der Marken: BLÜTHNER, ESTONIA, FÖRSTER, PFEIFFER, RÖNISCH, STEINGRAEBER und STEINWAY&SONS) auf a ́ 432 Hz bis a ́ 437 Hz gestimmt. Bisher hat jeder, der diesen Klang gehört hat, bestätigt, dass die Tonhöhen über a ́ 440 Hz im Vergleich dazu geradezu geschlechtslos sind.
    Zum “Einhören” finden Kunden in unserem Geschäft tief gestimmte Instrumente. Sie werden von deren Klangreichtum begeistert sein – und das ohne Änderung von Statik und Saitenstärken!
    Wie sind Ihre Erfahrungen? Haben Sie in letzter Zeit ein Konzert mit tiefer Stimmung erlebt? Ich freue mich auf regen Austausch und “begreifbare” Fortschritte in der Musikkultur…
    Hoffentlich erreiche ich viele meinungsbildende Persönlichkeiten (Musiker, Therapeuten, Ärzte etc.), die sich unvoreingenommen mit dem Thema auseinandersetzen – zum Wohle der Musik und der Menschen!
    Mannheim, im April 2003 Andreas Weng Klavierbaumeister
    http://www.musik-weng.de
    Mein Dank gilt Lothar Thomma, Dr. Siegfried Gerth und vielen Musikausübenden für ihre fachliche und ideelle Unterstützung!
    Literaturnachweis u.a.:
    • Bindel, Ernst & Locher-Ernst, Louis Schriftenreihe über Mathematik und Geometrie • Cousta, Hans (1984) Die Kosmische Oktave. Synthesis-Verlag • Ellis, Alexander & Mendel, Arthus (1968). Studies in the History of Pitch Monographs.
    Amsterdam: Frits Knuf Verlag • Resolution des Schillerinstituts. Mailand im Juni 1989 • Schriftenreihe der Anthroposophischen Gesellschaft Nr. 44 /1988 • Schriftenreihe “Das Goetheanum”-Wochenschrift für Anthroposophie Nr. 18 /1990 • Steiner, Rudolf (1964). Geisteswissenschaftliche Impulse zur Entwicklung der Physik.
    Dornach • Traub, Werner (1928). Tonqualität und Tonhöhe. Archiv für die gesamte Psychologie Bd.
    69. Leipzig: Akademische Verlagsgesellschaft • Eska, Georg : Schall & Klang 1997 • Dipl.Psych. Flender, Psychologisches Institut Heidelberg

  6. Jörg Lehmann
    10. April 2012 @ 9:50 pm

    Lieber Joachim Mohr, wenn der Kammerton a´ 440 Hz hat, kann man nicht einfach die kleine Terz im Verhältnis 6/5 dazu bilden, denn a´ selbst wäre dann die große Terz zu f´. Daraus folgt, dass der zugrunde liegende Basiston ein F ist. Legt man aber C mit 66 hz ( 528 Hz für c´´) zugrunde, ist a´ das Verhältnis 13/12, und der Kammerton beträgt plötzlich 429 Hz. Zusammengefasst: Die kleine Terz ist zwar das Verhältnis 6/5, aber in dem genannten Fall ist F mit 88 Hz der Grundton, von welchem aus sich der Kammerton a´ berechnet. 528 Hz ist die Miracle-Frequenz, und deshalb wäre der richtige Kammerton dazu 429 Hz.

  7. Jörg Lehmann
    10. April 2012 @ 10:23 pm

    Nach meinem Kommentar komme ich spontan ins Grübeln, was den Kammerton an sich angeht. Ist er als Grundton zu verstehen? Sagen wir, 4. Teilton von A mit 110 Hz? Dann wäre das erste “c” der 19. Teilton, und das ergäbe in der Oktavierung nach unten ein c´ mit 522,5 Hz. Ich denke, der willkürliche Kammerton entzieht sich jedem Bezug auf ein Wunder in Form von 528 Hz.

  8. axel wöhrle
    22. April 2012 @ 3:17 pm

    Lieber Herr Lehmann, könnten Sie bitte Ihre Gedankengänge der letzten 2 Kommentare ausführlicher erläutern, mit Zwischenberechnungen? Ich kann das Gesagte (noch) nicht mit eigenen Berechnungen nachvollziehen.

    Danke und Gruß

  9. Ortrud Büthe
    21. Juli 2012 @ 11:17 pm

    Für Interessierte – Musik mit A=432Hz zum hineinhören:

    A=432Hz über Radio / Internetstream (englisch)
    http://www.streamerp2p.com/?p=20&t=&i=&s=l&l=10&br=
    dort z.B. Aeolus1969′s Pop Music Radio (A=432 Hz)

    Wie wär’s mit Sultans of Swing von den Dire Straits oder Dancing Queen von Abba mit A=432Hz und zum Vergleich 440Hz und weitere Beispiel-Songs als mp3-Dateien bei terugnaar432hz.org (holländisch/englisch)
    http://terugnaar432hz.org/music.html

    und omega432.com (englisch)
    http://www.omega432.com/

  10. Ortrud Büthe
    22. Januar 2013 @ 2:30 pm

    Hinweis – Symposium zum Kammerton 432 Hz
    9. bis 10. März 2013 in Kirchzarten
    http://www.iak-freiburg.de/eip/pages/kammerton-432-hz-symposium.php?gclid=CP-wncyH8rQCFURY3god7S0A2g

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